Gewindeeinsätze | M


Teuer ist relativ!

Gewindeeinsatz "M" - mit metrischem Regelgewinde innen und aussen.

Die Nachbesserung gefertigter Teile oder gar Neufertigung von Teilen ist wesentlich aufwändiger und teuerer als die Instandsetztung mit Gewindeeinsätzen. Daher können wir den Vorwurf, dass unsere Gewindeeinsätze "teuer" seien, absolut nicht nachvollziehen. Weder von Privatkunden noch aus der Industrie oder dem Handwerk. Teuer ist, was ungenutz in den Mülleimer wandert. Teuer für den Unternehmer, teuer für den Kunden und teuer für die Umwelt. Erst mal sollte man Nachdenken, bevor man solche Äußerungen von sich gibt. Dann kann man sich nämlich freuen, dass es eine günstige Alternative zur Neubeschaffung/Neufertigung gibt.

Denn mit unseren Gewindeeinsätzen "M", mit metrischem Regelgewinde innnen und außen, können falsch gefertigte Gewinde an Bauteilen, von z.B. Maschinen oder Vorrichtungen, kostengünstig und zuverlässig auf einen kleineren Gewindedurchmesser reduziert und somit einsatzfähig gemacht werden.

Auch können defekte Gewinde mit diesem Gewindeeinsatz oft einfach und preiswert repariert werden. Dazu erweitert man die Bohrung auf den benötigten Durchmesser des Außengwindes vom Gewindeeinsatz "M" und schneidet dann mit Handelsüblichen Gewindebohrern das neue Gewinde. Den Gewindeeinsatz "M" mit etwas Schraubensicherungsmittel eindrehen - fertig. Der Vorteil des Gewindeeinsatz "M" ist, dass er für Durchgangs- und Sacklochbohrungen geeignet ist.

Mit Gewindeeinsätzen erreicht man in der Regel auch eine Erhöhung des Auszugmomentes. Zudem können Beschichtungen auf der Oberfläche der Gewindeinsätze aufgebracht werden, z.B. als Schutz vor ungewolltem lösen, wie die von uns angebotenen Gewindeeinsätze mit Precote® 80 Beschichtung. Auf Anfrage können wir weitere Beschichtungen für unterschiedliche Einsatzwecke anbieten, wie z.B. Abdichtung gegen Drücke oder Flüssigkeiten.


Wichtig!

Die Gewindeeinsätze müssen sich leicht, von Hand eindrehen lassen!!! Ist dies nicht der Fall, darf die Montage nicht fortgesetzt werden. Es ist dann zunächst das Gewinde zu reinigen wie im Absatz weiter unten beschrieben.

Montage

Die Montage der Gewindeeinsätze Typ M in neue Gewinde ist simpel. Unter zu Hilfenahme einer Schraube (z.B. DIN 912) wird der Einsatz einfach in das Gewinde gedreht. Dabei kann bei unbeschichteten Einsätzen Schraubensicherungsmittel (z.B. Loctite ® ) am Gewinde angebracht werden, um das selbstätige Lösen nach der Montage zu verhindern. Bei Durchgangsbohrungen sollte grundsätzlich mit Schraubensicherungsmittel gearbeitet werden, in Sacklochbohrungen genügt es auch wenn der Einsatz festgezogen wird.

Zur Beachtung!

Handelt es sich bei dem Gewinde um ein gebrauchtes Gewinde, muss vor der Montage das Gewinde gereinigt werden. Dies gilt besonders für Micro- verkapselte (mit Precote ® beschichtete) Gewindeeinsätze. Die Reinigung erfolgt dabei mit Hilfe eines Gewindebohrers des entsprechenden Gewin - dedurchmessers (auch Außengewindedurchmesser des Gewindeeinsatzes). Der Gewindebohrer kann zusätzlich in eine Reinigungsflüssigkeit getaucht werden. Danach mehrmals durch alle Gewindegänge drehen und den aus - gebohrten Schmutz entfernen (falls möglich mit Druckluft ausblasen). Wenn die Reinigungsflüssigkeit abgetrocknet ist, kann der Gewindeeinsatz eingedreht werden. Generell müssen alle Bauteile trocken, sauber, staub- und fettfrei sein. Die Härtezeit für Beschichtungen des Typs Precote 80 ® beträgt min. 6 Std.

Achtung!

Wird versucht, den Gewindeeinsatz in ein nicht gereinigtes Gewinde zu drehen, kann dieser brechen. Die Festigkeit in radialer Richtung ist technisch bedingt gering. Entsprechend muss die Montage abgebrochen werden, wenn der Einsatz sich nicht mit wenig Kraftaufwand eindrehen lässt. Dies gilt besonders für beschichtete Gewindeeinsätze.


Bei der Auswahl der empfohlenen Länge für den Gewindeeinsatz M hilft Ihnen unsere Tabelle zur Längenauswahl. Für den Download als PDF klicken Sie bitte auf den Button weiter unten.


Chrom VI-haltige Oberflächen

ACHTUNG: die Oberfläche der Gewindeeinsätze mit gelb chromatierten Oberflächen enthalten Chrom VI und sind daher nicht geeignet für die Elektronik- und Automobilbranche (nicht RoHS & REACH-konform).

ACHTUNG: Endverbraucher sollten unbedingt die Sicherheitsempfehlungen für den Umgang mit Chrom 6-haltigen Materialien beachten, wie bei der Arbeit nicht rauchen oder essen, mit Schutzhandschuhen arbeiten und nach der Arbeit Hände waschen. Chrom VI-haltige Oberflächen können Hautreizungen verursachen und sind giftig beim Verschlucken.

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