Zylinderkopf-Schrauben | DIN 912

Zylinderkopf-Schrauben| DIN 912|

Güte 8.8 (Maschinenbau) | lieferbar in: Stahl verzinkt | Stahl A4


Berechnungsgrundlagen

Materialien und Baustoffe werden mit Hilfe der Festigkeitsklassen nach ihrer Qualität eingeteilt und benannt.

Die Einteilung erfolgt bei Schrauben und Muttern anhand von Festigkeitsklassen.

Für Schrauben bestehen diese aus zwei durch einen Punkt getrennten Zahlen, z. B. 4.6 oder 8.8, aus denen jeweils die Eigenschaften der Zugfestigkeit Rm und der Streckgrenze Re, bzw. 0,2 %-Dehngrenze Rp = 0,2 sehr einfach ermittelt werden können. Bis einschließlich Festigkeitsklasse 6.8 wird die Streckgrenze angegeben, ab Festigkeitsklasse 8.8 die 0,2 %-Dehngrenze.

Bei Muttern wird jeweils nur eine Ziffer verwendet. Diese gibt an, dass z. B. eine Mutter der Klasse 10 mit einer Schraube der Festigkeitsklasse 10.9 verwendet werden kann.


Rechenbeispiel für eine Schraube der Festigkeitsklasse 4.6:

Für die Bestimmung der Zugfestigkeit Rm einer Schraube der Güte 4.6. Dazu wird die Zahl vor dem Punkt mit 100 Multipliziert:

Rm = 4x100 N/qmm = 400 N/qmm

Für die Bestimmung der Streckgrenze Re: Die beiden Zahlen werden miteinander multipliziert und dann nochmals mit 10 multipliziert:

Re = 4 x 6 x 10 N/qmm = 240 N/qmm


Rechenbeispiel für eine Schraube der Festigkeitsklasse 12.9:

Für die Bestimmung der Zugfestigkeit Rm einer Schraube der Güte 12.9. Dazu wird die Zahl vor dem Punkt mit 100 Multipliziert:

Rm = 12 x 100 N/qmm = 1200 N/qmm

Für die Bestimmung der 0,2 %-Dehngrenze Rp = 0,2. Die beiden Zahlen werden miteinander multipliziert und dann nochmals mit 10 multipliziert:

Rp0,2 = 12 x 9 x 10 N/qmm = 1080 N/qmm





Werkstoff-Information A4

Austenitische Edelstähle (sog. Chrom - Nickel / Chrom - Nickel - Molybdän Stähle)
Die austenitischen Chrom-Nickel Stähle bieten eine besonders günstige Kombination von Verarbeitbarkeit, mechanischen Eigenschaften und Korrosionsbeständigkeit. Sie eignen sich daher für viele Anwendungsmöglichkeiten und sind die wichtigste Gruppe nichtrostender Stähle. Die wichtigste Eigenschaft dieser Stahlgruppe ist die hohe Korrosionsbeständigkeit, die mit zunehmendem Legierungsgehalt, besonders an Chrom und Molybdän, gesteigert wird. Wie bei den ferritischen Stählen, ist auch bei den austenitischen Stählen zum Erreichen guter technologischer Eigenschaften ein feinkörniges Gefüge notwendig.
Als abschließende Wärmebehandlung wird ein Lösungsglühen bei Temperaturen zwischen 1000° C und 1150° C mit anschließender Abkühlung in Wasser oder Luft durchgeführt, um die Ausbildung von Ausscheidungen zu vermeiden. Austenitische Stähle sind im Gegensatz zu martensitischen Stählen nicht härtbar. Das hohe Dehnungsvermögen der austenitischen Stähle garantiert eine gute Kaltumformbarkeit.


A4 - 70 (kaltverfestigt*) = Zugfestigkeit Rm N/qmm: 700 N/qmm | 0,2 % Dehngrenze Rp N/qmm: 450 N/Qmm | Bruchdehnung A in mm: 0,4 d


* Diese Werte gelten nur für Verbindungselemente (Schrauben) mit Längen bis 8 x Gewinde-Nenndurchm. (8 x d)

Service

Fragen zum Produkt? | Lieferzeit? | Beratung?

Rufen Sie uns an oder senden Sie uns eine Nachricht. Wir helfen gerne weiter.

Tel.: 0 70 33 / 69 23 91-0 Mo bis Fr von 8.30 Uhr bis 14.00 Uhr | Sa und So geschlossen

Email an PFAHL-Verbindungstechnik